Das für Valtra-Traktoren verfügbare AutoGuide Lenksystem und die Funktion “Section Control” macht es wesentlich einfacher, Flächen zu spritzen, wie der Schweinehalter Jyrki Rantsi aus Varpaisjärvi in der nördlichen Savo-Region in Finnland bestätigen kann.

Lenksysteme werden oft nur als sinnvolle Anschaffung für Betriebe mit riesigen Flächen gesehen, aber tatsächlich ist die Funktion „Section Control“ gerade auf kleinen Flächen mit unregelmäßigen Feldrändern am nützlichsten. Das Nutzen dieser Funktion setzt auch keine Ingenieurs-Fähigkeiten voraus, man muss nur die Motivation besitzen, die Arbeit schneller, besser und einfacher zu machen.

Jyrki Rantsi bewirtschaftet rund 160 ha und hat 400 Sauen, mit denen er pro Jahr ca. 10.000 Ferkel produziert. Die meisten seiner Flächen sind im Umkreis von 5 km, einige aber auch bis zu 15 km weit entfernt.

“Viele Leute denken immer, dass Lenksysteme und Section Control nur auf großen Flächen sinn-voll sind. Tatsächlich werden sie eigentlich auf diesen kleinen, hügeligen und ungeraden Feldern benötigt, die es schwer machen, gerade Linien zu fahren,“ erklärt Rantsi.

Rantsi fährt einen T163 Direct und eine gezogene Amazone UX3200 Spritze. Die Systeme des Traktors und der Spritze arbeiten durch ISOBUS gut zusammen. Auf dem Feld wird der Traktor automatisch vom AutoGuide-Lenksystem gesteuert, während Section Control automatisch die sieben Ventile des 21-Meter-Gestänges öffnet und schließt. Somit wird nur dort gespritzt, wo es benötigt wird bzw. noch nicht gespritzt wurde, selbst wenn diagonal zu bereits behandelten Flächen gefahren wird. Die Düsen öffnen und schließen genau an der Grenze der unbehandelten Fläche.

“Ich bin wirklich kein großer Technik-Freak, aber das muss ich auch nicht. Was ich will ist meine Arbeit schneller, besser und einfacher zu erledigen. Es war erstaunlich einfach, den Umgang und Einsatz des Systems zu lernen,“ sagt Rantsi.

Rantsi hält die Kosten für das System für angemessen. Er nutzt sein Spurführungssystem mit einem RTK-Kontrollsignal, was den Traktor bis auf wenige Zentimeter genau fahren lässt. Das ist in seinem Fall auch nötig, da die Satelliten so weit im Norden oft hinter Bäumen oder Hügeln sind. Das System erkennt außerdem die seitliche Neigung, wenn der Traktor und das Anbaugerät quer zu Hängen fährt und korrigiert entsprechend die Fahrbahn.

„Der Beitrag für das Korrektursignal kostet pro Jahr und Hektar ungefähr vier Euro, was sich leicht durch die höhere Ernte ausgleicht. Viele Landwirte geben tausende von Euros für größere Reifen aus und halten das auch nicht für zu teuer. Für mich ist AutoGuide eine ähnliche Investition,“ ergänzt Rantsi

Rantsi fährt nicht jedes Jahr die gleichen Spuren auf seinen Feldern, auch wenn das AutoGuide-System das leicht ermöglichen würde. Aber er nutzt die gleichen Spuren für jeweils eine Saison. Er hat das größere C3000 Terminal mit Touch Screen und auch das kleiner C1000 Terminal aus-probiert und findet bei beiden Vorteilen.

“Der größere Bildschirm ist natür­lich einfacher abzulesen und man kann hier auch eine Kamera anschließen, aber es verdeckt auch einen Teil der Sicht und die Bedienung des Touch Screens während der Fahrt kann auch eine Herausforderung sein. Das Tastenfeld des kleineren Terminals hat hier auf unebenen Flächen Vorteile und nimmt nicht so viel Platz weg,“ stellt Rantsi fest.

Jyrki Rantsi ist sicher keiner, der Maschinen nur kauft, damit er sie hat. So hat er zum Beispiel vor einigen Jahren ausprobiert, alle Feldarbeiten an einen Lohnunternehmer zu vergeben. Aber die schwierige Terminplanung und Organisation haben ihn doch zu dem Schluss kommen lassen, dass die Eigenmechanisierung die bessere Option für seinen Betrieb ist.